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Mein Buch: Menschen(s)kinder


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Leseprobe


Mein neuestes Buchprojekt ist: "Träume und Gedanken einer Spinnerin"
Was macht eine Spinnerin? Sie zwirbelt aus einem Grundmaterial einen Faden. Mein Grundmaterial sind meine Gedanken, meine Erfahrungen, mein Wesen, meine Seele, meine Träume, meine Fantasie, kurz, all die Ebenen, die etwas durchläuft um schließlich zum Kern zu kommen. Es entstehen keine fertigen Konzepte, keine fertigen Lehren. Mir liegt es fern, belehren zu wollen, das klappt eh nie. Ich will vielmehr dazu anregen, über einige Grundfragen dieses Daseins nachzudenken um sich selbst über eine eigene Position klar zu werden.
Hier eine kurze, aktuelle Sequenz aus meinem Leben:

31.10.2014

Was ich will ... und was dann tatsächlich geschieht.

Jahrelang ... in einer Ehe voller Streit und Sorgen, mit der Dynamik, die das Leben mit Kindern bringt, wünschte ich mir, glücklich zu sein.
Bei uns am Strand findet man ab und zu einen Stein mit einem Loch darin, wie ein steinernes Tor zu einer anderen Dimension. Man sagt, diese Steine entstanden, weil Thor's Hühner am Strand pickten und so ab und zu mit dem Schnabel einen Stein durchstießen. Diese Steine sind Wunschsteine, wenn man durch sie hindurch schaut und sich etwas wünscht, dann geht es in Erfüllung. Die wissenschaftliche Erklärung ist, dass diese Steine aus organischem Sediment entstanden sind. Tier und Pflanzenreste sanken auf den Meeresboden, wurden von neuen Schichten Sand bedeckt, verrotteten darunter, die Hohlräume füllten sich mit Kieselsäuren und daraus entstanden die Steine.
Man nannte sie "Feuersteine", weil sie mit Eisenpyrit angeschlagen, Funken erzeugen. Früher benutzte man sie zum Feuer machen.
Auf jeden Fall sind es magische Steine. Sie sind aus etwas entstanden, das vor Millionen von Jahren einmal gelebt hat. Steine haben eine eigene Zeitrechnung und jeder von ihnen hat seine Geschichte, bis sie schließlich Sand werden, aus dem dann wieder etwas anderes geformt wird.
Also, wenn ich solch einen Stein mit einem Loch fand, schaute ich hindurch und das Erste, was mir einfiel, war: "Ich will glücklich sein."
Nun dachte ich ja, dieses glücklich sein hängt mit einer schönen, liebevollen Partnerschaft zusammen; doch es kam ganz anders. In mir wuchs so eine kleine Sonne ans Licht; ich wurde aus mir heraus glücklich. Die Welt um mich herum war schön. Das weite Meer mit all seinen Farben, der feine Sand, der Duft der Blüten und des Laubes, die Weite und die Farben des Himmels, meine Kreativität, meine Kinder, die ich liebe und die mich lieben, jenseits von allem Streit und Äußerlichkeiten ... es gibt so viel Reichtum, für den ich dankbar bin. Jetzt ist diese kleine Sonne immer da, manchmal verdunkeln sie Wolken von Traurigkeit, manchmal schaue ich in eine andere Richtung und da ist Verzagtheit und Frust oder auch Angst, doch ich brauche mich nur zu erinnern, ich brauche nur zu lächeln und schon strahlt sie wieder hell. Sie ist jetzt immer in mir.
Nach vielen Jahren Herumgeröddel und Mangel kam auch noch ein anderes Glück zu mir, ein materielles Glück und ich versuchte, daraus etwas zu machen, mir eine Zukunft aufzubauen. Doch leider war ich nicht erfolgreich damit; es kamen nicht genug Leute und so verlor ich die materiellen Dinge wieder und blieb ratlos zurück.
Mir machen viele Dinge Freude: stricken, schreiben, malen, mit Freunden kommunizieren, die kleinen Wunder des Alltags, lesen, tanzen, Sinnlichkeit, ausschlafen, träumen usw. usf.
Doch scheinbar sind das alles Dinge, die nicht dazu taugen, mir die Butter auf das Brot zu bringen.
Ist es mir denn nicht möglich, mit all meinen Fähigkeiten etwas in diese Welt zu bringen, das Andere wollen und brauchen, so dass sie dafür bereit sind, zu zahlen?
In höheren Sphären zu schweben, war immer leicht für mich. Doch was fängt die Erde mit mir an und ich mit ihr?
Manches wird mir wohl immer ein Rätsel bleiben. Also wünschte ich mir, dass mal jemand auf mich zu kommt, der genau das will, was ich kann.
Tja, das Gewurschtel mit dem Arbeitsamt, die ständige Kontrolle, die Auflagen; wie ich da die Nase voll von habe.
Dazu kommt mein Alter, ein paar körperliche Einschränkungen, doch was hilft es. Ich schrieb also eine Onlinebewerbung füylefonistin. Das kann ich machen, dachte ich.
Nun ging es los. Ich bekam einen Anruf von einer privaten Arbeitsvermittlung. Ich sagte: "Ich will als Telefonistin arbeiten. Was haben Sie denn damit zu tun?" Ich wurde aufgeklärt: "Die Stelle als Telefonistin bekommen Sie nur, wenn Sie einen Vermittlungsgutschein vom Arbeitsamt holen, den Sie dann an uns weiter leiten. Außerdem müssen Sie einen Vertrag bei uns unterschreiben."
So. Nun mach was. Zum Glück ging das mit dem Vermittlungsgutschein problemlos. Ich schickte alles per Mail hin, bekam aber keine Antwort. Ich rufe an, 2 mal; einmal war keiner erreichbar und das 2. Mal wurde ich abgebürstet, dass ich ja nun schon lange nichts vernünftiges mehr gemacht hätte und dass die Arbeitgeber sich das schließlich aussuchen, wen sie zum Bewerbungsgespräch bestellen.
Ich antwortete, dass ich das weiß, aber Telefonistin könnte ich. (Ich sitze hier und lache, während ich das schreibe.)
3 Stunden später kam ein Anruf von einer anderen Dame; ich soll am Montag 9.00 Uhr zu einem Einstellungstest. Ok, da hatte ich Termin beim Arbeitsamt, außerdem jetzt keine Zeit und sie versprach mir, die Daten und Adresse per Mail zu schicken.
Ich also am Montag zu dem Test.
In meinem Leben bin ich schon viel getestet worden, habe etliche Prüfungen abgelegt, das bedeutete aber noch lange nicht, dass sich etwas Zukünftiges daraus ergeben hätte. Also war ich ziemlich gelassen und machte das mal. Die Firma wollte zeitnah Bescheid geben.
Den nächsten Tag bekam ich einen Anruf von der Dame, mit der ich am Freitag zuvor kurz gesprochen hatte. Ich hatte den Test bestanden, am 21. geht die Einarbeitung los.
Dann erfuhr ich, dass diese Dame eine Zeitarbeitsfirma ist, bei der ich dann angestellt sein werde, um in einer anderen Firma als Telefonistin zu arbeiten. Ey, was ist denn das f^ür eine Scheiße?
Zeitarbeit, wo die Menschen umher geschickt werden, wie Ware, um in Firmen zu arbeiten, die ihre Mitarbeiter psychisch und physisch so fertig machen, dass die kündigen, trotz der Arbeitsmarktlage und dann holen sich diese Arbeitgeber ein paar neue Sklaven von einer Zeitarbeitsfirma, wo all die Verzweifelten sind, die sich umherschubsen lassen, nur um 3,50 EUR mehr zum Leben zu haben?
Tja, die Dame am Telefon tat sehr verwundert über meine Einstellung. Aber zumindest hat sie mich aussprechen lassen, auch wenn sie mich mild tadelte: "Scheiße sagt man nicht, wenn Sie als Telefonistin arbeiten wollen."
Meiner Erfahrung nach hat es keinen Sinn, sich gegen den Fluss des Lebens zu stellen.
Ich zappelte noch ein wenig herum, regte mich auf, sagte Sätze wie: "Wieder im Hamsterrad drin.", usw. Meine Freundin Maria meinte: "Was denn? Du hast eine schöne Stimme und kannst gut reden. Mach das doch."
So. Da hatte ich den Salat. Ich wühlte mich durch Berge von Unterlagen und Verträgen. Zweifelsohne wird sich mein Leben wieder einmal radikal ändern. Ich weiß nicht, was auf mich zukommt, doch ich bekomme, was ich mir gewünscht habe. Jemand will mich mit dem, was ich kann und ist bereit, dafür zu zahlen.
Hmpf. Ich schaue in die Luft und sage: "Aber Zeitarbeit? Das ist doch nicht Euer Ernst, oder?"
Am 21. geht es los.

Teil 2 - 22.01.2015

Ja, dann ist es losgegangen, das frühe Aufstehen und die Schulung in der Firma. Wir wurden so geschult, dass mir der Kopf qualmte.
Von wegen, ein bisschen telefonieren.
Erst einmal waren ganz viele Begriffe in Informatikerenglisch, etwas, das ich mir bei meinen oberflächlichen Englischkenntnissen erst aneignen musste, dazu noch viele Abkürzungen mit 2 oder 3 Buchstaben, die auf englische Begriffe zurückgingen. Da ich in Bildern denke, hatte ich keine Vorstellungen davon, so etwas kann ich mir schlecht einprägen. Dann noch Firmengeschichte, Gesprächsführung, Unterabteilungen mit den ganzen Zuständigkeiten, Einführung in einige der Internetseiten, Datenschutz, Produktübersicht usw. usw.
Ich bin davon überzeugt, dass diese Firma sehr um Ihre Mitarbeiter bemüht ist, die Einarbeitung war von hoher Qualität, doch die Anforderungen sind auch sehr hoch.
Abends war ich fertig und nicht mehr in der Lage, überhaupt noch irgendetwas zu erfassen. Abendbrot essen, noch etwas TV-Berieselung und dann ins Bett. Für den nächsten Tag musste ich ausgeschlafen sein.
Der Schulungsleiter fragte uns, wie wir uns unsere Zukunft vorstellen.
Ich kann es ja grundsätzlich nicht leiden, wenn mir Worte in den Mund gelegt werden. Die Anderen antworteten brav: "In Arbeit kommen und Geld verdienen." Ich sagte also: "Bücher schreiben und damit erfolgreich sein." Keine Firma soll denken, dass, bei Ihnen zu arbeiten, das non plus ultra meiner Lebensträume ist.
Hochmut kommt vor dem Fall, ich schaffte die Zwischenprüfung nicht. Das war ein Schlag ins Kontor.
Ich habe mich ja damit abgefunden, dass mein Körper schon mal hier und da zwackt, doch mein Hirn habe ich immer für eine einwandfrei geschmierte Maschine gehalten und nun schaffte ich die Prüfung nicht! Das geht ja gar nicht! Wozu habe ich mich denn überhaupt auf all die Dinge eingelassen? Oder kann es sein, dass sich die Realität schon ändert, wenn ein Wunsch ausgesprochen wird? Keine Ahnung. Auf den Schreck hin schrieb ich erst einmal ganz schnell ein kleines e-Book.
Eine Woche später kündigte mir dann auch die Zeitarbeitsfirma. Ich habe eine korrekte Gehaltsabrechnung erhalten, also alles in Allem kann ich sagen, dass ich mit einigen Vorurteilen aufräumen konnte und so waren auch die Weihnachtsgeschenke für meine Kinder gesichert.
Jetzt habe ich Kontakt zum hiesigen Literaturverein aufgenommen. Dort wurde ich an einen Herrn weitergeleitet, der unter Anderem Lektor ist und mehrere Kurse "Kreatives Schreiben" leitet. Um festzustellen, ob Lyrik oder Prosa für mich besser geeignet ist, habe ich ihm einige Texte von mir zugeschickt.
Montag treffe ich mich mit ihm. Es bleibt spannend.


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